18
Dez 09

Die Bürgerinitiative lädt ein!

Treffen: Die Bürgerinitiative fordert für suchtkranke Menschen in Wilhelmshaven die langfristige Absicherung der Methadonvergabe und eine bedarfsgerechte medizinische Betreuung.

Für den 06.01.2010 lädt die Bürgerinitiative für die Sicherstellung der Versorgung von Drogenkranken um 19.00 Uhr ins Gemeindehaus der Banter Kirche (Werftstraße – Gebäude/linke Seite) ein, um über die dringende Realisierung einer langfristigen Absicherung der Methadonvergabe zu diskutieren und um erneut auf die Dringlichkeit der Angelegenheit hinzuweisen.

Es herrscht ein erheblicher Engpass bei der Versorgung von Methadon-Patienten in Wilhelmshaven!
Die zuständige Kassenärztliche Vereinigung, mit Sitz in der Kirchreihe 17, verweigert aber bis heute die notwendige Kostenübernahme für die Behandlung, der an einer Sucht leidenden Menschen, mit Drogenersatzstoffen.

Nicht einmal zu einem Gespräch mit den Suchtkranken war die Kassenärztliche Vereinigung bereit!

Die Kassenärztliche Vereinigung ist aber dem so genannten Sicherstellungsauftrag verpflichtet. Das heißt, sie muss die Versorgung kranker Menschen sicherstellen, was natürlich auch die Versorgung suchtkranker Menschen beinhaltet.

Diesen Auftrag kommt die Kassenärztliche Vereinigung nicht nach und auch das städtische Reinhard-Nieter-Krankenhaus weigern sich, die Methadonversorgung zu übernehmen!

Dr. Abelmann, einer von drei Ärzten in Wilhelmshaven, die Suchtkranke behandeln, hat bereits mehrfach angekündigt, dass er aufhören wird, wenn die Kassenärztliche Vereinigung keine besseren Arbeitsbedingungen für ihn und die anderen Kollegen organisiert. Ein entsprechendes Versorgungsmodell wurde von Dr. Abelmann bereits erarbeitet, welches aber von der Kassenärztlichen Vereinigung abgelehnt wurde. Weiter lesen…

16
Dez 09

Terminplanung läuft!

Die Termin- und Raumplanungen für das nächstes Treffen aller Interessierten und Unterstützer laufen auf Hochtouren und ein Ergebnis dürfte in Kürze feststehen. Sobald wir Ort und Zeit nennen können, geben wir Euch auf dieser Seite Bescheid.

Alle Bürger, Vereine und Organisationen, die uns bereits per eMail Ihre Unterstützung zugesagt/angeboten haben, werden natürlich auch per eMail benachrichtigt!

Vielen Dank!

14
Dez 09

Aus für Methadon-Programm

Quelle: Sat.1 Norddeutschland GmbH

Die kontrollierte Verabreichung von Methadon an Drogenabhängige ist schon seit fast 20 Jahren ein erfolgreiches Projekt. Viele Junkies haben so den Weg in ein relativ normales Leben zurück gefunden. Doch in Wilhelmshaven steht das Methadon-Programm vor dem Aus. Zwei Ärzte drohen damit, kommende Woche aufzuhören, weil ihnen die Unterstützung fehlt!

Unterstützen Sie uns und die betroffenen Drogenkranken bei dem Bemühen, endlich eine langfristige und bedarfsgerechte Lösung zu finden! Sprechen Sie Ihren Arzt an und fragen nach dem Stand der Dinge.

SAT1 Berichtet: Aus für Methadon-Programm

12
Dez 09

Gästebuch und Statistik!

Aufgrund vieler Nachfragen, gibt es jetzt ein Gästebuch. Wir freuen uns auf kritische und inhaltliche Kommentare und über die Wertschätzung dieser wichtigen Angelegenheit, welche Sie mit Ihrem Besuch auf dieser Seite zum Ausdruck bringen.

Wir freuen uns ebenfalls über die hohe und stetig steigende Besucherzahl!
Seit dem 10.12.2009 ist die Seite online und fand gleich riesigen Zuspruch! Man beachte … Besucher werden innerhalb von 24 Stunden nur einmal erfasst – was die Zahlen umso beeindruckender macht.

Schauen Sie ab jetzt regelmäßig vorbei – besser noch wäre, wenn Sie uns aktiv unterstützen! (Klick Sie hier!)
statistik

10
Dez 09

Unterstützung der täglichen Mahnwache

Wir rufen zur Unterstützung der täglichen Mahnwache am Reinhard-Nieter-Krankenhaus (RNK) auf. Die Mahnwache findet von Montag bis Freitag in der Zeit von 13:00 Uhr und 15:00 Uhr statt. Es werden Flugblätter verteilt, um die Bürger über die Missstände aufzuklären.

Wer Fragen dazu hat, kann uns gerne eine eMail unter anfrage@schwerpunktpraxis-wilhelmshaven.de zusenden!

Helft den Betroffenen, ihre Rechte durchzusetzen.

30
Nov 09

Methadon – „Droge für die Schwachen“ oder „Medizin für die Kranken“?

Quelle: Bündnis90/Die Grünen Kreisverband Wilhelmshaven

Diese Frage wird in unserer Gesellschaft diskutiert, seit vor über 20 Jahren das erste Mal mit dem Wirkstoff Codein versucht wurde, Hartdrogenabhängigen eine Alternative zu bieten, um von Heroin/Kokain loszukommen. Substituierende Ärzte bewegten sich zu dieser Zeit rechtlich oftmals auf sehr dünnem Eis.

In der Folge kam dann als besserer Wirkstoff Polamidon auf den Markt. Auch hier wurde versucht, den Suchtkranken – als solche wurden sie von Insidern schon damals gesehen – den körperlichen Entzug zu erleichtern und sie aus der ewigen Spirale der Beschaffungskriminalität, Beschaffungsprostitution, der völligen sozialen und körperlichen Verelendung bzw. Isolation und der Abhängigkeit von Dealern herauszulösen.

Durchschlagende Wirkung aber gab es erst mit dem Medikament Methadon. Es beseitigte nicht nur die Merkmale des „Affen“ sondern es besetzte im Gehirn die für die Sucht verantwortlichen Rezeptoren derart, dass das ununterbrochene Denken über den nächsten Schuss entfiel. Die tägliche Methadongabe macht den Kopf frei von den rund um die Uhr tätigen Gedanken, wie die Finanzmittel für den nächsten Schuss beschafft werden können bzw. wo die Droge überhaupt herkommt, wie der Dealer zu bezahlen ist, in welchem Reinheitsgrad sich der „Stoff“ gerade befindet und welche gesundheitlichen Risiken damit verbunden sind. Weiter lesen…

25
Nov 09

Methadonvergabe muss geregelt werden!

Quelle: ['solid] Wilhelmshaven – www.solid-wilhelmshaven.de

Seit Wochen stehen montags bis freitags betroffene Methadonpatienten vor der Kassenärztlichen Vereinigung in der Kirchreihe, um auf ihre Misere aufmerksam zu machen. Täglich von 11.00 Uhr bis 13.00 Uhr wird eine Mahnwache abgehalten, die auf die Dringlichkeit der Angelegenheit hinweisen soll.

Ab Dezember 2009 wird es einen erheblichen Engpass bei der Versorgung von Methadon-Patienten in Wilhelmshaven geben. Die zuständige Kassenärztliche Vereinigung, mit Sitz in der Kirchreihe 17, verweigert bis heute die notwendige Kostenübernahme für die Substitution.

Zur Vergabe des Methadons wird ein geeigneter Raum benötigt. Auch die Ärzte müssen bezahlt werden. Die Kosten hierfür belaufen sich auf rund 60.000,- € jährlich. Die Kassenärztliche Vereinigung will nur 30.000,- € übernehmen. Für diesen Preis ist eine bedarfsgerechte Vergabe des Methadons aber nicht zu realisieren.

Sollte bis Ende November keine langfristige Lösung gefunden werden, so droht den betroffenen Patienten das erneute Abrutschen in die Heroin-Abhängigkeit. Die Folgen sind bereits heute klar: Sucht, Beschaffungskriminalität, Krankheiten und der sichere Tod.

Der in einer schicken Stadtvilla residierenden Kassenärztliche Vereinigung scheint die Brisanz der Lage nicht bewusst zu sein. Scheinbar ist es ihr lieber, die horrenden Folgekosten durch Erkrankungen zu tragen, als sich ihrer Pflicht bewusst zu werden.

Wir rufen zur Unterstützung der täglichen Mahnwache auf.
Helft den Betroffenen, ihre Rechte durchzusetzen.

03
Nov 09

Mahnwache vor der Kassenärztlichen Vereinigung in Wilhelmshaven.

Quelle: Bürgerportal Wilhelmshaven – www.buerger-whv.de

Eine Woche demonstrieren Betroffene für eine Lösung zur weiteren Methadonversorgung, die nur noch bis zum 30. November gesichert ist. Etwa 40 Patienten werden täglich versorgt und weitere stehen auf einer Warteliste.

Sollte die Methadonversorgung in Wilhelmshaven eingestellt werden, wären die Betroffenen gezwungen, die Anlaufstelle in Oldenburg aufzusuchen. Die “jetzt aufgetretene Problematik” ist schon seit Jahren bekannt. In Wilhelmshaven finden sich keine Ärzte, die die Versorgung weiterführen möchten. Die Substitution mit Methadon ist aufwendig. Die zuständigen Ärzte benötigen eine Zusatzausbildung und eine examinierte Krankenschwester und ein Arzt reicht nicht aus.

Das Methadonprogramm dient zunächst dazu Drogenabhängige von der sogenannten Beschaffungskriminalität abzuhalten. Langfristig versucht man die Süchtigen vollständig mit der Methadonreduktionsmethode [schrittweise Verringerung der Dosis] vom Suchtmittel über die sogenannte Entgiftung zu lösen [Therapie].

Im Flugblatt der Betroffenen heißt es:
Zitat: “Wir, Drogenkranke aus Wilhelmshaven, führen diese Mahnwache vor der Kassenärztlichen Vereinigung [KV] durch, weil wieder mal ein Engpass besteht bei der Versorgung drogenkranker Menschen.

Dr. Abelmann, einer von drei Ärzten in WHV, die Drogenkranke behandeln, hat angekündigt, dass er damit am 30.11.2009 aufhören will, wenn die KV keine besseren Arbeitsbedingungen für ihn und die anderen Kollegen organisiert.” Dr. Abelmann soll ein Versorgungsmodell erarbeitet haben, dass so von der Kassenärztlichen Vereinigung nicht akzeptiert wird.

Auch die beiden städtischen Krankenhäuser weigern sich, die Methadonversorgung zu übernehmen. Die Betroffenen appellieren an die Bürger ihnen zu helfen, damit sie nicht in die Beschaffungskriminalität zurückfallen, weil sie z. B. Geld für die Fahrkarten nach Oldenburg “auftreiben” müßten.

Die Kassenärztlichen Vereinigung hat einen sogenannten Sicherstellungsauftrag und muß die Behandlung jeder Krankheit sicherstellen. “Wir fühlen uns wie Patienten zweiter Klasse, denen nicht geholfen wird, obwohl wir jahrelang unsere Krankenkassenbeiträge entrichtet haben”, so eine Betroffene vor der Kassenärztlichen Vereinigung in Wilhelmshaven.