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Mrz 10

Kein Ende der Leiden von Heroinsüchtigen in Sicht!

Quelle: Gegenwind – www.gegenwind-whv.de

Am 17.3. fand das vierte Treffen der Bürgerinitiative in den Räumen der AIDS-Hilfe statt, und das nächste Treffen soll am 31.3. am selben Ort um 18 Uhr sein.

Das Problem der Versorgung mit Methadon ist in Wilhelmshaven immer noch nicht gelöst. Zwar werden etwa 90 Patienten versorgt, aber die Ärzte nehmen keine neuen Patienten mehr auf. Nach der Bundesstatistik kann man davon ausgehen, dass es in Wilhelmshaven ca. 400 Menschen gibt, die Heroin nehmen oder genommen haben. Zieht man von dieser Zahl die 90 mit Methadon Versorgten ab, dann bleiben noch 310 Menschen übrig, von denen etwa die Hälfte einen Behandlungsplatz sucht.

Die Bürgerinitiative will deshalb weitermachen. Zunächst wurden die Mahnwachen wieder aufgenommen, um den Ärzten zu signalisieren: Ihr seid in der Pflicht! Die BI verteilte Flugblätter, mit denen die Ärzte von ihren eigenen Patienten gebeten werden, sich an der Methadonsubstitution zu beteiligen. Der Vorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung, Herr Scherbeitz, sucht händeringend Ärzte, die sich an der Behandlung dieser Menschen beteiligen. Zu diesem Zweck gibt es im Mai wieder Fortbildungsveranstaltungen, und es besteht die Hoffnung, dass sich dafür genügend Mediziner melden.

Bis dahin herrscht aber nach wie vor Notstand! Und täglich kann es den nächsten Drogentoten in unserer Stadt geben.
Das wollen wir nicht! Wir wollen in einer Stadt leben, in der human mit den Schwächsten umgegangen wird und in der sie nicht ihrem Schicksal überlassen bleiben! Da es nachweislich Wege aus der Sucht gibt, verlangen wir, dass sich die Ärzte des Problems annehmen! Ansonsten ist der hippokratische Eid doch nur eine Hülse ohne Inhalt.

Stärken Sie die BI und fordern Sie Ihren Hausarzt auf, sich dieser Menschen anzunehmen.


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