24
Feb 10

Bürgerinitiative verstärkt ihre Öffentlichkeitsarbeit!

Wir fordern die Ärzte auf, sich in ausreichender Zahl der Behandlung suchtkranker Menschen anzunehmen.

Am 17.02.2010 lud die Bürgerinitiative für die Sicherstellung der Versorgung von Drogenkranken ins Gemeindehaus der Banter Kirche ein. Vertreter aus Parteien, Organisationen und Vereinen, sowie Privatpersonen folgten zahlreich dieser Einladung und beteiligten sich intensiv an der Diskussion und Planung, eine langfristige Absicherung der Methadonvergabe in Wilhelmshaven zu sichern.

Alle Teilnehmer waren sich schnell einig, das die Bürgerinitiative die inhaltliche Arbeit zum Thema Methadon verstärken und weiter in den Mittelpunkt der Öffentlichkeitsarbeit rücken wird. Um der Forderung nach einer bedarfsgerechten medizinische Betreuung weiter Nachdruck zu verleihen, konnten durch die rege Beteiligung aller Teilnehmer nun weitere Aktivitäten unter dem Motto: “Mit Methadon zurück ins Leben, für ein Leben ohne Heroin” geplant und umgesetzt werden.

Folgende (erste) Termine, Veranstaltungen und Aktionen wurden beschlossen:

- Am Samstag, 27.02.2010 um 9:00 Uhr gibt es auf dem Markt am Rathaus einen Infostand, an dem sich die Bürger dieser Stadt über die aktuelle Situation informieren können. Dort finden die Bürger neben persönlichen Ansprechpartnern und Infotafeln auch Informationsmaterialien zum mitnehmen. Für den Bürger gibt es dort ebenfalls die Möglichkeit, die Bürgerinitiative mit einer Unterschrift zu unterstützen.
Dieser Infostand soll in Zukunft regelmäßig vor dem Rathaus in Wilhelmshaven stattfinden.

- Am Mittwoch, 03.03.2010 um 18:00 Uhr lädt die Bürgerinitiative erneut ins Gemeindehaus der Banter Kirche (Werftstraße – Gebäude/linke Seite) ein, um über die weitere Arbeit der Bürgerinitiative zu diskutieren..
Wir hoffen wieder auf rege Teilnahme und bedanken uns schon jetzt für Ihr Interesse!

- Im Juli wird zum bundesweiten Drogentotengedenktag aufgerufen. (Weitere Informationen folgen)

-
Neben dem regelmäßig stattfindenden Infostand am Rathaus, sind in nächster Zeit ebenfalls Filmbeiträge und Vorträge, sowie ein Straßentheater geplant. Weitere Informationen zu Veranstaltungen und deren Termine, sowie Informationsmaterialien zum downloaden finden Sie demnächst auf unserer Internetseite!

Die Bürgerinitiative bedankt sich ausdrücklich bei allen interessierten Bürgern für Ihr Engagement, sowie bei Pastor Ewald, der für unsere regelmäßigen Treffen die Gemeinderäume der Banter Kirche zur Verfügung stellt.

19
Feb 10

Bürgerinitiative Methadon tagte

Quelle: Bürgerportal Wilhelmshaven – www.buerger-whv.de

Die Abhängigen, die nicht zu den sogenannten “Take-Home-Patienten” zählen, wissen nicht mehr wohin. Sie können wegen der Verweigerung der Kassenärzlichen Vereinigung das Methadonprogramm weiter zu finanzieren und der Uneinigkeit mit den Ärzten, die nicht bereit sind die Drogenabhängigen praktisch mit einer Minderbudgetierung weiter zu versorgen in das Methadonprogramm aufgenommen werden. Unter anderem fordern sie eine spezielle Anlaufstation, eine sogenannte Schwerpunktpraxis, einzurichten, da Methadonpatienten zu einem eher “schwierigen” Klientel gehören.

Die Stadt Wilhelmshaven kann wegen einer Haushaltssperre auch nicht mit einer Vorfinanzierung einspringen.

Der Bundesgesundheitsminister Rösler verwies eine Anfrage an das niedersächsische Sozialministerium. Das Bundesgesundheitsministerium sei dafür nicht zuständig, heißt es in einem Antwortschreiben an das Wilhelmshavener Bürgerportal.

Die Leittragenden sind die Drogenabhängigen, die zwar Krankenkassenbeiträge zahlen, sich aber inzwischen vorkommen müssen, wie “Patienten 2. Klasse”.

Die Öffentlichkeitsarbeit der Initiative hat ihre Wirkung indes nicht verfehlt und so sollen sich Ärzte und Kassenärztliche Vereinigung zu ersten Hintergrundgesprächen getroffen haben.

Nähere Einzelheiten seien nicht bekannt, aber es scheint sich etwas “zu bewegen”, so Johann Janssen, von der Bürgerinitiative Schwerpunktpraxis Methadon.

Die Folgen für die Abhängigen sind dramatisch, denn ohne Metahadon-Substitution könnten diese wieder in die Beschaffungskriminalität abrutschen. Mit Methadon ist es möglich, ein relativ normales Leben zu führen und einer Arbeit nachzugehen. Das Programm wird als Alternative angeboten, weil der eigentliche Drogenausstieg nicht allen möglich ist.

Die Bürgerinitiative plant ihre Öffentlichkeitsarbeit zu verstärken und mit Ständen, weiteren Mahnwachen und Flugblättern direkt auf die Problematik aufmerksam zu machen, damit der Druck auf die Beteiligten weiter steigt und es schnellstmöglich zu einer Lösung des Problems kommt, denn jeder Tag zählt für die Drogenabhängigen, die in das Programm mit aufgenommen werden möchten.

Besonders die inhaltliche Informationsarbeit zum Thema Methadon soll verstärkt in den Mittelpunkt gerückt werden, weil vielen Menschen das grundsätzliche Verständnis für das Methadonsubvention-Programm fehlt.

09
Feb 10

Die Bürgerinitiative lädt erneut ein!

Treffen: Die Bürgerinitiative fordert für sucht kranke Menschen in Wilhelmshaven die langfristige Absicherung der Methadonvergabe und eine bedarfsgerechte medizinische Betreuung.

Für den 17.02.2010 lädt die Bürgerinitiative für die Sicherstellung der Versorgung von Drogenkranken um 18.00 Uhr! ins Gemeindehaus der Banter Kirche (Werftstraße – Gebäude/linke Seite) ein, um über die weitere Arbeit der Bürgerinitiative zu diskutieren.

Wir hoffen auf rege Teilnahme und bedanken uns für Ihr Interesse!

Erneut möchten wir uns bei Pastor Ewald bedanken, der für dieses Treffen die Gemeinderäume der Banter Kirche zur Verfügung stellt.

06
Feb 10

Medizin hat etwas mit Menschen zu tun

Quelle: Stephan Giesers – Wilhelmshavener Zeitung vom 05.02.2010

WZ-STAMMTISCH Diskussion über Methadonversorgung – Fortbildung im Mai

Die Kassenärztliche Vereinigung will die Methadonvergabe auf mehr Schultern verteilen. Bislang fehlt es aber an Ärzten, die Suchtkranke mit dem Ersatzmedikament versorgen wollen.

Der Oberbürgermeister will es. Der Sozialdezernent und die Kassenärztliche Vereinigung (KV) wollen es auch. Wenn es um die bedarfsorientierte Versorgung Heroinabhängiger mit dem Ersatzmedikament Methadon geht (Substitution genannt), wird längst nicht mehr über die Notwendigkeit gestritten.

Gestritten wird über Konzepte – und ums Geld. Das wurde während des “WZ-Stammtisches” zu diesem Thema am Mittwoch deutlich, der von der “Wilhelmshavener Zeitung” und der Bürgerinitiative für die Sicherstellung der Versorgung von Drogenkranken initiiert wurde. Das Problem: Der Bedarf ist da, die Zahl substituierender Mediziner aber immer noch viel zu klein. “Wir brauchen Ärzte”, brachte es KV-Geschäftsführer Helmut Scherbeitz auf den Punkt und rief alle Mediziner dazu auf, sich an der Versorgung zu beteiligen. Im Mai soll die nächste suchtmedizinische Fortbildung beginnen, die 50 Stunden dauert. Anschließend könnten die Teilnehmer Heroinabhängige substituieren. More…

05
Feb 10

Appell an Ärzte: Suchtkranke warten auf Hilfe

Quelle: Wilhelmshavener Zeitung vom 05.02.2010

WZ-STAMMTISCH Viele Patienten hoffen auf Ersatzmedikament Methadon

Ersatzmedikamente ermöglichen den Betroffenen ein Leben ohne Heroin. Die Zukunft der Versorgung in Wilhelmshaven ist immer noch ungewiss. Mehr substituierende Ärzte – weniger Vorschriften. So müsste das Rezept für eine bedarfsorientierte Versorgung von Heroinabhängigen mit dem Ersatzmedikament Methadon aussehen – Substitution ist der Fachbegriff.
Während eines WZ- Stammtisches am Mittwoch betonte Helmut Scherbeitz, Geschäftsführer der Kassenärztlichen Vereinigung Wilhelmshaven (KV), dass die Versorgung von der Beteiligung weiterer Mediziner abhänge. Er appellierte nochmals an die Ärzteschaft. Gleichzeitig will sich die KV um bessere Arbeitsbedingungen der substituierenden Ärzte bemühen. Versorgt werden müssten mindestens 200 Suchtkranke. Für Johann Janssen, Ratsherr der Linken und Mitglied der Bürgerinitiative für die Sicherstellung der Versorgung von Drogenkranken, ist es eine moralische Frage: “Es geht um Menschen, die ein Recht auf medizinische Versorgung haben.”

Die KV hatte alle Ärzte angeschrieben – bislang ohne Erfolg. In Frage kämen nicht nur Hausärzte, sondern auch Mediziner aus den Krankenhäusern sowie Ärzte im Ruhestand. Die Kosten für die Fortbildung – die nächste beginnt im Mai und dauert 50 Stunden – übernimmt die KV.

Die Stadt Wilhelmshaven will sich mit Amtsärzten an der Substitution beteiligen, betonte der 1. Stadtrat Jens Stoffers. Eine finanzielle Beteiligung an einer Substitutionspraxis schloss er aber aus. Ein weiteres Problem: In der Suchtmedizin gibt es strenge gesetzliche Bestimmungen, verbunden mit einem großen bürokratischen Aufwand für die Praxen.

Hier müsste der Gesetzgeber dringend nachbessern.