25
Nov 09

Methadonvergabe muss geregelt werden!

Quelle: ['solid] Wilhelmshaven – www.solid-wilhelmshaven.de

Seit Wochen stehen montags bis freitags betroffene Methadonpatienten vor der Kassenärztlichen Vereinigung in der Kirchreihe, um auf ihre Misere aufmerksam zu machen. Täglich von 11.00 Uhr bis 13.00 Uhr wird eine Mahnwache abgehalten, die auf die Dringlichkeit der Angelegenheit hinweisen soll.

Ab Dezember 2009 wird es einen erheblichen Engpass bei der Versorgung von Methadon-Patienten in Wilhelmshaven geben. Die zuständige Kassenärztliche Vereinigung, mit Sitz in der Kirchreihe 17, verweigert bis heute die notwendige Kostenübernahme für die Substitution.

Zur Vergabe des Methadons wird ein geeigneter Raum benötigt. Auch die Ärzte müssen bezahlt werden. Die Kosten hierfür belaufen sich auf rund 60.000,- € jährlich. Die Kassenärztliche Vereinigung will nur 30.000,- € übernehmen. Für diesen Preis ist eine bedarfsgerechte Vergabe des Methadons aber nicht zu realisieren.

Sollte bis Ende November keine langfristige Lösung gefunden werden, so droht den betroffenen Patienten das erneute Abrutschen in die Heroin-Abhängigkeit. Die Folgen sind bereits heute klar: Sucht, Beschaffungskriminalität, Krankheiten und der sichere Tod.

Der in einer schicken Stadtvilla residierenden Kassenärztliche Vereinigung scheint die Brisanz der Lage nicht bewusst zu sein. Scheinbar ist es ihr lieber, die horrenden Folgekosten durch Erkrankungen zu tragen, als sich ihrer Pflicht bewusst zu werden.

Wir rufen zur Unterstützung der täglichen Mahnwache auf.
Helft den Betroffenen, ihre Rechte durchzusetzen.


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