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Nov 09Methadon – „Droge für die Schwachen“ oder „Medizin für die Kranken“?
Quelle: Bündnis90/Die Grünen Kreisverband Wilhelmshaven
Diese Frage wird in unserer Gesellschaft diskutiert, seit vor über 20 Jahren das erste Mal mit dem Wirkstoff Codein versucht wurde, Hartdrogenabhängigen eine Alternative zu bieten, um von Heroin/Kokain loszukommen. Substituierende Ärzte bewegten sich zu dieser Zeit rechtlich oftmals auf sehr dünnem Eis.
In der Folge kam dann als besserer Wirkstoff Polamidon auf den Markt. Auch hier wurde versucht, den Suchtkranken – als solche wurden sie von Insidern schon damals gesehen – den körperlichen Entzug zu erleichtern und sie aus der ewigen Spirale der Beschaffungskriminalität, Beschaffungsprostitution, der völligen sozialen und körperlichen Verelendung bzw. Isolation und der Abhängigkeit von Dealern herauszulösen.
Durchschlagende Wirkung aber gab es erst mit dem Medikament Methadon. Es beseitigte nicht nur die Merkmale des „Affen“ sondern es besetzte im Gehirn die für die Sucht verantwortlichen Rezeptoren derart, dass das ununterbrochene Denken über den nächsten Schuss entfiel. Die tägliche Methadongabe macht den Kopf frei von den rund um die Uhr tätigen Gedanken, wie die Finanzmittel für den nächsten Schuss beschafft werden können bzw. wo die Droge überhaupt herkommt, wie der Dealer zu bezahlen ist, in welchem Reinheitsgrad sich der „Stoff“ gerade befindet und welche gesundheitlichen Risiken damit verbunden sind. More…
